Die ersten Wochen mit einem Welpen prägen das gesamte Hundeleben. In dieser Zeit lernt Ihr Welpe seine neue Familie kennen, gewöhnt sich an das Zuhause und sammelt unzählige neue Eindrücke. Gleichzeitig stellen sich viele Fragen — zur Ernährung, zur Erziehung, zur Gesundheit. Wir möchten Ihnen mit diesem Überblick eine erste Orientierung geben und Sie auf unsere ausführlichen Ratgeber-Artikel verweisen, in denen Sie jedes Thema vertiefen können.

Die ersten Wochen — Eingewöhnung, Stubenreinheit, Erziehung

In den ersten Tagen nach dem Einzug ist Ruhe das Wichtigste. Ihr Welpe verlässt seine Mutter und Geschwister und muss sich an eine völlig neue Umgebung gewöhnen. Geben Sie ihm Zeit, das Zuhause in seinem Tempo zu erkunden, und sorgen Sie für einen festen Rückzugsort, an dem er ungestört schlafen kann.

Welpen brauchen sehr viel Schlaf — oft mehr, als Halter zunächst vermuten. Reizüberflutung durch viele Besucher, lange Spaziergänge oder ständiges Spielen kann einen jungen Hund schnell überfordern. Achten Sie deshalb von Anfang an auf einen ruhigen Tagesrhythmus mit ausreichenden Schlafphasen.

Auch die Stubenreinheit gehört zu den ersten Themen. Sie ist Übungssache und gelingt mit Geduld und Konsequenz: Bringen Sie Ihren Welpen nach dem Schlafen, Fressen und Spielen regelmäßig nach draußen und loben Sie ihn, wenn er sich dort löst. Strafen sind nicht zielführend — Welpen lernen über positive Erfahrungen am schnellsten.

Mehr Details lesen Sie in unseren Ratgeber-Artikeln Der Einzug eines Welpen, Die ersten Wochen des Welpen, Ruhe ist wichtig für den Welpen, Stubenreiner Welpe — so geht es und Einen Welpen erziehen.

Erste Tierarzt-Termine — Erstuntersuchung, Impfungen, Wurmkur, Mikrochip

Wir empfehlen, einen neuen Welpen kurz nach dem Einzug in der Praxis vorzustellen. Bei diesem ersten Termin schauen wir Ihr Tier von Kopf bis Pfote an: Herz und Lunge, Augen, Ohren, Maul, Bauch und Bewegungsapparat. Wir besprechen mit Ihnen, wie der Impfschutz aufgebaut wird, wann die nächste Wurmkur ansteht und ob Ihr Welpe bereits mit einem Mikrochip gekennzeichnet ist.

Die Grundimmunisierung gegen Infektionskrankheiten erfolgt in mehreren Schritten im Welpenalter und wird später regelmäßig aufgefrischt. Welche Impfungen sinnvoll sind, hängt von Alter, Haltung und Lebensumständen ab. Eine Übersicht über unser Vorsorge- und Impfangebot finden Sie auf der Seite Vorsorge & Impfung. Hintergründe zum Impfschema erläutert unser Ratgeber Den Hund impfen — Schutz durch Vorsorge.

Auch der erste Tierarztbesuch sollte für Ihren Welpen eine ruhige Erfahrung sein. Bringen Sie gern ein paar Leckerli mit und planen Sie keinen aufregenden Tag drumherum. So lernt Ihr Welpe die Praxis von Anfang an als angenehmen Ort kennen.

Zahnwechsel & Milchzähne

Welpen kommen ohne Zähne zur Welt. Die Milchzähne brechen in den ersten Lebenswochen durch — der Zahnwechsel zu den bleibenden Zähnen beginnt dann meist im Alter von etwa drei bis vier Monaten und ist häufig mit sechs bis sieben Monaten abgeschlossen. In dieser Zeit kauen viele Welpen verstärkt — geeignetes Kauspielzeug kann helfen.

Manchmal bleibt ein Milchzahn neben dem bleibenden Zahn stehen. Solche persistierenden Milchzähne können zu Fehlstellungen oder Zahnfleischentzündungen führen und sollten tierärztlich beurteilt werden. Auch ein abgebrochener Milchzahn ist ein Grund, in der Praxis vorbeizuschauen. Weiterführend dazu unsere Ratgeber Die Milchzähne des Hundes und Hund — Komplikationen beim Zahnwechsel.

Ernährung im Welpenalter

Welpen wachsen schnell und haben einen erhöhten Bedarf an Energie, Eiweiß und bestimmten Nährstoffen. Ein hochwertiges Welpenfutter, das auf die Größe und Rasse abgestimmt ist, bildet eine gute Grundlage. Wichtig ist, die empfohlenen Futtermengen einzuhalten und die Mahlzeiten gleichmäßig über den Tag zu verteilen — junge Hunde profitieren von mehreren kleinen Portionen am Tag.

Beim Futterwechsel — etwa beim Übergang vom Züchter-Futter — gehen wir am besten schrittweise vor, um den Magen-Darm-Trakt nicht zu belasten. Wir beraten Sie gern, wenn Sie unsicher sind, was zu Ihrem Welpen passt. Eine individuelle Einschätzung in der Praxis ist immer wertvoller als pauschale Empfehlungen.

Sicherheit zu Hause — verschluckte Gegenstände, Vergiftungen, Welpenschutz

Welpen erkunden ihre Welt mit dem Maul. Was in Reichweite liegt, landet schnell zwischen den Zähnen — und manchmal im Magen. Gehen Sie deshalb Ihre Wohnung vor dem Einzug einmal aus Welpensicht durch: Kabel, kleine Gegenstände, herumliegende Medikamente, Reinigungsmittel und giftige Pflanzen sind typische Gefahrenquellen.

Auch im Garten lohnt sich ein Blick: Manche Zierpflanzen sind für Hunde giftig, und in Gewässern lauern weitere Risiken. Schokolade, Trauben, Rosinen, Xylit und einige andere Lebensmittel können für Hunde gefährlich sein — eine Übersicht und einen praktischen Rechner zur Schokoladenmenge finden Sie auf unserer Seite Schokoladen-Rechner für Hunde.

Wenn Ihr Welpe etwas Verdächtiges gefressen hat oder einen Fremdkörper verschluckt haben könnte, rufen Sie bitte zeitnah in der Praxis an. Versuchen Sie nicht ohne tierärztliche Anweisung, Erbrechen auszulösen — manche Stoffe richten dabei zusätzlichen Schaden an. Eine Übersicht über akute Situationen finden Sie auf unserer Seite Erste Hilfe für Hund & Katze.

Zum Stichwort „Welpenschutz" ein Hinweis zur Einordnung: Der Begriff wird im Alltag oft genutzt, beschreibt aber kein sicheres Verhalten erwachsener Hunde gegenüber Welpen. Achten Sie bei Begegnungen mit fremden Hunden immer auf die Körpersprache aller Beteiligten und unterbrechen Sie Situationen, in denen sich Ihr Welpe unwohl fühlt.

Auch besondere Tage wie Silvester oder Geburtstage mit vielen Gästen können einen Welpen überfordern. Tipps dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Sichere Feiertage mit Hund.

Zum Weiterlesen — unsere Ratgeber rund um den Welpen

Wir haben die wichtigsten Themen ausführlich aufgearbeitet. Stöbern Sie in Ruhe und lesen Sie nach, was Sie aktuell beschäftigt:

Bitte beachten Sie: Diese Seite ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Wenn Sie unsicher sind, ob etwas mit Ihrem Welpen nicht stimmt, vereinbaren Sie gern einen Termin — wir nehmen uns Zeit für Sie und Ihren neuen Begleiter.

Häufige Fragen

Häufige Fragen rund um den Welpen

Wann sollte mein Welpe das erste Mal zum Tierarzt?

Wir empfehlen, einen Welpen kurz nach dem Einzug in der Praxis vorzustellen. Bei diesem ersten Termin schauen wir Ihr Tier gründlich an, besprechen Impfplan, Entwurmung, Ernährung und beantworten Ihre Fragen rund um die ersten Wochen.

Wann verlieren Welpen ihre Milchzähne?

Der Zahnwechsel beginnt meist im Alter von etwa drei bis vier Monaten und ist häufig mit sechs bis sieben Monaten abgeschlossen. Bleiben Milchzähne neben den bleibenden Zähnen stehen (persistierende Milchzähne), sollte das tierärztlich beurteilt werden.

Wie viel Ruhe braucht ein Welpe?

Welpen brauchen sehr viel Ruhe und Schlaf — oft mehr, als Halter zunächst vermuten. Reizüberflutung und ständige Beschäftigung können einen Welpen überfordern. Planen Sie ausreichend ruhige Phasen im Tagesablauf ein.

Was tun, wenn der Welpe etwas Giftiges gefressen hat?

Rufen Sie bitte sofort die Praxis oder den Notdienst an und schildern Sie, was passiert ist. Versuchen Sie nicht ohne tierärztliche Anweisung, Erbrechen auszulösen. Eine Übersicht über akute Situationen finden Sie auf der Seite Erste Hilfe für Hund & Katze.

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