Hinweis: Dieses Bild wurde mit Künstlicher Intelligenz erstellt.
Auch Hunde haben Milchzähne, die im Lauf der ersten Lebensmonate durch die bleibenden Zähne ersetzt werden. Der Zahnwechsel ist ein natürlicher Vorgang, verläuft aber nicht immer ohne Probleme. Wer weiß, wie der Zahnwechsel abläuft und worauf zu achten ist, kann seinen Welpen gut begleiten und mögliche Schwierigkeiten früh erkennen.
Wann die Milchzähne durchbrechen
Welpen kommen ohne Zähne zur Welt. Ab einem Alter von etwa drei Wochen brechen die Milchzähne durch. Wenn der Welpe mit ungefähr acht Wochen in sein neues Zuhause zieht, hat er in der Regel sein vollständiges Milchgebiss mit 28 Zähnen.
Diese Milchzähne sind kleiner und feiner als die späteren bleibenden Zähne. Sie erfüllen ihre Aufgabe nur für einige Monate, bis sie nach und nach ausfallen und Platz für das bleibende Gebiss machen.
Wie der Zahnwechsel verläuft
Der Zahnwechsel findet meist im Alter von etwa vier bis sechs Monaten statt. Dabei werden die Milchzähne durch die bleibenden Zähne ersetzt. Ein erwachsener Hund hat 42 bleibende Zähne, also deutlich mehr als im Milchgebiss.
In dieser Zeit kauen viele Welpen besonders gern, weil das den Durchbruch der Zähne als angenehm empfunden wird. Geeignetes Kauspielzeug kann hier eine sinnvolle Beschäftigung sein. Es ist normal, gelegentlich einen ausgefallenen Milchzahn zu finden oder etwas Blut beim Spielzeug zu bemerken.
Persistierende Milchzähne
Manchmal bleiben einzelne Milchzähne stehen, obwohl die bleibenden Zähne bereits durchgebrochen sind. Solche Zähne nennt man persistierende Milchzähne. Sie stehen dann unmittelbar neben dem bleibenden Zahn.
Das ist nicht harmlos: Persistierende Milchzähne können verhindern, dass die bleibenden Zähne in die richtige Stellung wachsen, und so zu einem Fehlbiss führen. Außerdem bilden die engen Zwischenräume Nischen, in denen sich leicht Futterreste sammeln. In der Regel werden persistierende Milchzähne deshalb entfernt.
Wenn ein Milchzahn beschädigt wird
Bricht ein Milchzahn ab oder wird er beschädigt, sollte der Welpe tierärztlich untersucht werden. Ein verletzter Milchzahn kann eine Eintrittspforte für Bakterien sein.
Das ist besonders bedeutsam, weil unter den Milchzähnen die Anlagen der bleibenden Zähne liegen und auf ihren Durchbruch warten. Eine Entzündung in diesem Bereich kann diese Anlagen schädigen. Aus diesem Grund wird ein gebrochener Milchzahn häufig entfernt, um die nachfolgenden bleibenden Zähne zu schützen.
Worauf Sie während des Zahnwechsels achten sollten
- geeignetes Kauspielzeug anbieten, das nicht zu hart ist,
- hin und wieder einen Blick ins Maul werfen, um den Verlauf zu beobachten,
- auf doppelt stehende Zähne achten, vor allem im Bereich der Fangzähne,
- auf Mundgeruch, vermehrtes Speicheln oder verändertes Fressverhalten achten,
- bei Auffälligkeiten den Welpen tierärztlich vorstellen.
Zahnpflege von Anfang an
Es ist sinnvoll, den Hund schon als Welpe behutsam an die Zahnpflege zu gewöhnen. Auch wenn die Milchzähne ohnehin ausfallen, profitiert der Hund davon, wenn das Zähneputzen für ihn früh zur vertrauten Routine wird.
Sind später die bleibenden Zähne da, lässt sich die Zahnpflege dann ohne große Umstellung fortsetzen. Beginnen Sie spielerisch und in kleinen Schritten, damit der Welpe die Berührung am Maul als angenehm erlebt.
Der Zahnwechsel als Teil der Welpenzeit
Der Zahnwechsel gehört zur Entwicklung des Welpen dazu und verläuft bei den meisten Hunden unkompliziert. Mit etwas Aufmerksamkeit erkennen Sie mögliche Probleme früh. Eine Kontrolle der Zähne kann gut mit anderen Terminen im Welpenalter verbunden werden.
Bei doppelt stehenden Zähnen, einem beschädigten Milchzahn oder anderen Auffälligkeiten sollten Sie Ihren Welpen in unserer Praxis vorstellen. Eine tierärztliche Untersuchung ersetzt dieser Ratgeber nicht.