
Alenka Gaus
Kardiologie & Sonografie
Herzerkrankungen entwickeln sich bei Hund und Katze oft schleichend und leise. Das Herz arbeitet still, bis es Probleme macht. Mit Herzultraschall und EKG erkennen wir Veränderungen früh und können Ihr Tier über Jahre gut begleiten.
Ein erkranktes Herz arbeitet lange erstaunlich gut, weil der Körper Schwächen ausgleicht. Erst wenn diese Reserven erschöpft sind, treten deutliche Beschwerden auf. Das bedeutet: Wenn ein Tier sichtbar leidet, ist die Erkrankung oft schon fortgeschritten.
Je früher eine Herzerkrankung bekannt ist, desto besser lassen sich Verlauf und Lebensqualität Ihres Tieres unterstützen.
Viele Halter bemerken zuerst kleine Veränderungen im Alltag. Stellen Sie Ihr Tier gerne bei uns vor, wenn Ihnen eines dieser Zeichen auffällt.
Trockener Husten nach Anstrengung oder im Liegen kann ein erstes Zeichen sein.
Häufigstes FrühzeichenKürzere Spaziergänge, Pausen beim Spielen, schneller müde als sonst.
Im AlltagEine erhöhte Atemfrequenz im Schlaf ist ein wichtiger Hinweis (siehe Atemfrequenz unten).
Auch im SchlafWenn Ihr Tier vermehrt liegt, sich zurückzieht oder weniger aufmerksam wirkt.
Veränderung im VerhaltenKurzes Zusammensacken oder „Aussetzer", bitte unbedingt zeitnah abklären lassen.
Dringend abklärenBei der Vorsorge oder vor einer Narkose entdeckt, ein guter Anlass für eine Abklärung.
ZufallsbefundBei Tieren mit bekannter Herzerkrankung ist die Ruheatemfrequenz einer der verlässlichsten Hinweise auf eine Verschlechterung. Steigt sie über Tage an, ist das ein Anlass, uns zeitnah zu kontaktieren, oft bevor andere Symptome sichtbar werden.
Welche Erkrankung im Einzelfall vorliegt, klärt die kardiologische Untersuchung. Diese Übersicht zeigt, was bei Hund und Katze typischerweise im Vordergrund steht.
Symbolbild · mit KI erstellt
Eine undichte Mitralklappe ist die häufigste Herzerkrankung beim Hund, vor allem kleine Rassen im fortgeschrittenen Alter sind betroffen.
Symbolbild · mit KI erstellt
Bei der Katze stehen Erkrankungen des Herzmuskels im Vordergrund, vor allem die HCM, eine Verdickung der Herzwand. Sie verläuft oft lange unbemerkt.
Husten ist ein häufiges, aber kein eindeutiges Zeichen. Er kann vom Herzen kommen, ebenso aber von den Atemwegen oder der Lunge. Eine genaue Untersuchung verhindert, dass die eigentliche Ursache übersehen wird.
Für die Herzuntersuchung ist meist keine besondere Vorbereitung nötig, und Ihr Tier muss nicht nüchtern sein. Wir nehmen uns Zeit und sorgen für eine ruhige Atmosphäre.
Wir hören Herz und Lunge ab und besprechen, was Ihnen an Ihrem Tier aufgefallen ist.
Den Herzultraschall führt unsere Spezialistin durch. Er liefert präzise Bilder von Herzmuskel und Klappen.
Das EKG zeigt den Herzrhythmus, wichtig zur Beurteilung von Unregelmäßigkeiten.
Wir besprechen die Befunde verständlich mit Ihnen, und legen die nächsten Schritte gemeinsam fest.
Wird eine Herzerkrankung festgestellt, geht es um eine Therapie, die zum Befund passt, meist Medikamente, die das Herz entlasten, kombiniert mit regelmäßigen Kontrollen. Viele Tiere führen so über lange Zeit ein zufriedenes Leben.
Haben Sie eine Frage, die hier nicht beantwortet ist? Rufen Sie uns gerne an. Wir nehmen uns Zeit.
Typische Hinweise sind Husten (vor allem nach Anstrengung oder nachts), nachlassende Belastbarkeit, schnelles Atmen in Ruhe oder im Schlaf, vermehrte Müdigkeit sowie kurze Schwächeanfälle.
Diese Zeichen müssen nicht vom Herzen kommen. Sie können auch andere Ursachen haben. Genau deshalb ist eine tierärztliche Abklärung wichtig.
Wir hören zunächst Herz und Lunge ab und führen anschließend einen Herzultraschall (Echokardiografie) sowie ein EKG durch. Beide Untersuchungen sind schmerzfrei und finden ohne Narkose statt.
Den Herzultraschall führt unsere Spezialistin durch. So entsteht ein klares Bild vom Zustand des Herzens, das die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen bildet.
Ja. Eine Herzerkrankung lässt sich meist nicht heilen, aber gut begleiten. Mit angepasster Therapie führen viele Tiere über lange Zeit ein zufriedenes Leben.
Wichtig ist eine kontinuierliche Begleitung: regelmäßige Kontrollen, Anpassung der Medikation bei Bedarf, und Ihre Beobachtungen zu Hause, etwa zur Atemfrequenz oder Belastbarkeit.
Eine Untersuchung lohnt sich, wenn Ihnen Symptome auffallen (Husten, schnelle Atmung, weniger Belastbarkeit), bei einem zufällig gehörten Herzgeräusch, vor einer geplanten Narkose und bei Rassen mit erhöhtem Risiko für Herzerkrankungen.
Bei bekannten Risikorassen kann auch eine Vorsorge sinnvoll sein, bevor Symptome auftreten. Sprechen Sie uns gerne darauf an.
Beim Hund sind Klappenerkrankungen häufig, allen voran die Mitralklappenerkrankung. Sie betrifft vor allem kleinere Rassen im fortgeschrittenen Alter.
Bei der Katze stehen Erkrankungen des Herzmuskels im Vordergrund, allen voran die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), eine Verdickung der Herzwand, die oft lange unbemerkt verläuft.
Nein. Für Herzultraschall und EKG ist meist keine besondere Vorbereitung nötig, und Ihr Tier muss nicht nüchtern sein.
Bringen Sie gerne sein Lieblings-Halsband oder eine vertraute Decke mit. Das hilft, dass die Untersuchung möglichst entspannt verläuft.
Die Kosten richten sich nach Umfang der Untersuchung und der geltenden Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Wir besprechen den Rahmen gerne vorab telefonisch mit Ihnen.
Helle Räume, moderne Technik und ein eingespieltes Team. So sieht der Ort aus, an dem Ihr Tier behandelt wird.
Wenn Ihr Tier Anzeichen wie Husten oder nachlassende Belastbarkeit zeigt oder eine Herzerkrankung bekannt ist: Wir nehmen uns Zeit, schauen das Herz in Ruhe an und beraten Sie persönlich.
Eine Auswahl Ihrer Ansprechpartner für diesen Bereich, natürlich begleitet Sie unser gesamtes Team.

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