Beim Ultraschall sehen wir zu, wie ein Organ arbeitet: wie sich der Herzmuskel zusammenzieht, wie eine Klappe schließt, wie Darmwände sich bewegen. Kein anderes Verfahren zeigt das so unmittelbar, und zwar ohne Strahlung und in den meisten Fällen ohne Narkose. Dieser Überblick erklärt, was eine Ultraschalluntersuchung leisten kann, wie sie bei uns abläuft und wo ihre Grenzen liegen.
Zwei Spezialistinnen, zwei Geräte
In vielen Praxen ist Ultraschall ein Nebenschauplatz oder wird von einem externen Kollegen an einzelnen Tagen im Monat übernommen. Bei uns ist es anders aufgestellt: Alenka Gaus hat ihr Spezialgebiet im Herzultraschall und in der Bauchraumsonografie, Julia Gaitzsch verbindet Innere Medizin mit Kardiologie und Sonografie. Zwei Kolleginnen mit diesem Schwerpunkt bedeuten für Sie zwei Dinge: Termine sind nicht an einen einzigen Kalender gebunden, und bei einer schwierigen Fragestellung kann eine zweite fachliche Einschätzung eingeholt werden, ohne dass Ihr Tier ein zweites Mal transportiert werden muss.
Dazu kommen zwei Ultraschallgeräte in der Praxis. Das klingt technisch, hat aber einen ganz praktischen Effekt: Es blockiert nicht der eine laufende Termin das Gerät für alle anderen. Wenn im Sprechzimmer eine Verdachtsdiagnose auftaucht, die sich per Ultraschall klären lässt, muss das häufig nicht auf einen Folgetermin verschoben werden.
- Zwei Tierärztinnen mit Schwerpunkt Sonografie und Kardiologie
- Zwei Ultraschallgeräte im Haus, dadurch in der Regel zeitnahe Termine
- Herzultraschall und Bauchraumsonografie aus einer Hand
- Befundbesprechung direkt im Anschluss, nicht Tage später
- Kombination mit digitalem Röntgen und praxiseigenem Labor möglich
Herzultraschall
Der Herzultraschall, fachlich Echokardiografie, ist das entscheidende Verfahren, um eine vermutete Herzerkrankung genau einzuordnen. Wir beurteilen dabei, wie der Herzmuskel aussieht und arbeitet, wie die Herzklappen schließen und wie sich die Herzkammern füllen. Erst daraus ergibt sich, welche Therapie sinnvoll ist und in welcher Dosierung.
Häufig steht am Anfang ein Zufallsbefund: Beim Abhören fällt ein Geräusch oder ein unregelmäßiger Rhythmus auf. Manchmal ist der Anlass auch eine Beobachtung von Ihnen: nachlassende Ausdauer, Husten, schnelles Atmen in Ruhe. Bei Katzen ist der Herzultraschall besonders wertvoll, weil sich Herzerkrankungen dort lange verbergen können und die Strukturen des Katzenherzens sehr klein sind. Moderne Geräte machen genau diese kleinen Strukturen sichtbar.
Bauchraum-Sonografie
Die Untersuchung des Bauchraums liefert in kurzer Zeit ein Bild der inneren Organe: Leber, Nieren, Harnblase, Milz, Magen und Darm. Sie ist oft der logische nächste Schritt, wenn ein Blutbild auffällige Organwerte zeigt oder wenn Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Gewichtsverlust oder Probleme beim Wasserlassen nicht eindeutig zuzuordnen sind.
Auch bei Harnwegserkrankungen hilft der Ultraschall weiter, etwa um Blasensteine oder Veränderungen der Nieren zu erkennen. Und weil die Untersuchung nicht belastend ist, lässt sie sich gut wiederholen. Bei chronisch kranken Tieren nutzen wir das, um einen Verlauf zu beobachten.
So läuft die Untersuchung ab
Ihr Tier liegt auf einer weichen Unterlage, in der Regel wach. An der zu untersuchenden Stelle scheren wir das Fell auf einer kleinen Fläche, damit der Schallkopf guten Kontakt hat, und tragen ein Kontaktgel auf. Das Gel ist lauwarm und unangenehm ist daran nichts. Die meisten Hunde und Katzen halten das ohne Weiteres durch, häufig mit einer helfenden Hand am Kopf und ein paar Leckerchen.
Für den Bauchraum ist es günstig, wenn Ihr Tier einige Stunden vorher nichts gefressen hat: Ein gefüllter Magen legt sich sonst vor andere Organe. Trinken darf es. Wir sagen Ihnen bei der Terminvergabe, was in Ihrem Fall sinnvoll ist. Nur wenn ein Tier sehr angespannt ist oder eine Punktion geplant ist, kommt eine leichte Sedierung ins Spiel. Das besprechen wir vorher mit Ihnen.
Den Befund besprechen wir direkt im Anschluss mit Ihnen am Bildschirm. Wenn ein weiteres Verfahren sinnvoll ist, etwa ein Röntgenbild oder eine Blutuntersuchung, lässt sich das meist am selben Termin anschließen.
Was Ultraschall nicht zeigt
Ultraschall ist stark, aber nicht allmächtig. Das sollte man wissen, bevor man ihn als Antwort auf alles erwartet. Schall braucht Gewebe, durch das er laufen kann. Luft und Knochen begrenzen die Sicht. Liegt viel Flüssigkeit im Brustraum, ist die Beurteilbarkeit des Herzens deutlich eingeschränkt, und ein gasgefüllter Darm kann Organe dahinter verdecken.
Deshalb steht der Ultraschall bei uns nicht allein. Knochen und Brustkorb beurteilen wir im digitalen Röntgen, Organfunktionen über das Blutbild aus dem eigenen Labor, Schleimhäute über Endoskopie. Welche Kombination Ihre Frage beantwortet, entscheiden wir gemeinsam. Und wir sagen es Ihnen, wenn Ultraschall dafür nicht das richtige Mittel ist.
Ultraschall im Raum Braunschweig
Unsere Praxis liegt in Cremlingen, direkt östlich von Braunschweig und unmittelbar an der A39-Abfahrt Cremlingen. Aus den östlichen Stadtteilen wie Volkmarode, Hondelage, Querum oder Riddagshausen sind es wenige Fahrminuten, aus der Innenstadt rund 15 bis 20 Minuten. Vor der Tür stehen kostenfreie Parkplätze. Auch aus Wolfenbüttel, Lehre und Königslutter sind Tierhalter regelmäßig für eine Ultraschalluntersuchung bei uns.

