Beim Ultraschall sehen wir zu, wie ein Organ arbeitet: wie sich der Herzmuskel zusammenzieht, eine Klappe schließt oder sich Darmwände bewegen — ganz ohne Strahlung und in den meisten Fällen ohne Narkose. Wir setzen Ultraschall gezielt bei einer Fragestellung ein, aber auch als eigenständige Untersuchung, wenn Blutwerte oder Symptome eine Organerkrankung vermuten lassen.
Wie eine Ultraschalluntersuchung funktioniert
Schall wandert durch das Gewebe und wird je nach Dichte unterschiedlich reflektiert — daraus entsteht in Echtzeit ein Bild. Der Schallkopf liegt nur auf der Haut, ein Kontaktgel sorgt für guten Kontakt. Weil das Verfahren ohne Strahlung und ohne Nadel auskommt, lässt es sich beliebig oft wiederholen. Anders als beim Röntgen zeigt es dabei nicht nur Strukturen, sondern Bewegung: einen schlagenden Herzmuskel, eine sich füllende Blase, aktive Darmwände. Herzultraschall und Bauchraum-Sonografie führen bei uns Tierärztinnen mit entsprechendem Schwerpunkt durch.
Herzultraschall (Echokardiografie)
Der Herzultraschall, fachlich Echokardiografie, macht Herzmuskel und Herzklappen in Bewegung sichtbar: wie kräftig der Muskel arbeitet, ob die Klappen sauber schließen, wie sich die Kammern füllen. Anlass ist oft ein Zufallsbefund beim Abhören, manchmal eine Beobachtung von Ihnen wie nachlassende Ausdauer, Husten oder schnelles Atmen in Ruhe. Beim Hund ist eine undichte Mitralklappe die häufigste Ursache, meist bei kleinen Rassen im fortgeschrittenen Alter; bei der Katze steht die hypertrophe Kardiomyopathie im Vordergrund, eine Verdickung der Herzwand, die lange unbemerkt bleiben kann. Wie eine erkannte Herzerkrankung begleitet wird, beschreiben wir ausführlich auf unserer Seite zur Tierkardiologie.
Für die Beurteilung der Herzklappen kommt zusätzlich der Farbdoppler zum Einsatz: Er überlagert das Ultraschallbild mit einer Farbdarstellung von Fließrichtung und Geschwindigkeit des Blutes. So werden undichte Klappen und Kurzschlussverbindungen sichtbar, und wir können einschätzen, wie ausgeprägt eine solche Undichtigkeit ist.
Bauchraum-Sonografie
Die Sonografie des Bauchraums liefert rasch ein Bild der inneren Organe: Leber, Nieren, Harnblase, Milz, Magen und Darm. Sie ist häufig der nächste Schritt, wenn ein Blutbild auffällige Organwerte zeigt oder Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Probleme beim Wasserlassen unklar bleiben. Auch Blasensteine oder Nierenveränderungen lassen sich so erkennen. Weil sie nicht belastend ist, eignet sie sich gut, um bei chronisch kranken Tieren einen Verlauf zu beobachten.
Trächtigkeitsuntersuchung
Auch für die Trächtigkeitsdiagnostik ist der Ultraschall das Mittel der Wahl: Ab etwa dem 24. Tag nach der Deckung lässt sich eine Trächtigkeit bestätigen, und wir sehen dabei bereits die Herzschläge der Welpen oder Kitten. Das ist eine wichtige Grundlage für Züchterinnen und Züchter, schafft aber auch sonst Klarheit. Mehr zu Zyklus, Deckung und Geburtsbetreuung lesen Sie auf unserer Seite zur Gynäkologie.
So läuft ein Termin ab
Ihr Tier liegt auf einer weichen Unterlage, meist wach und ohne Sedierung. An der zu untersuchenden Stelle scheren wir das Fell auf einer kleinen Fläche und tragen ein lauwarmes Kontaktgel auf — unangenehm ist daran nichts. Für den Bauchraum ist es günstig, wenn Ihr Tier einige Stunden vorher nüchtern ist, weil ein gefüllter Magen die Sicht versperrt; Wasser darf es trinken. Nur bei sehr angespannten Tieren oder wenn zusätzlich eine Punktion geplant ist, kommt eine leichte Sedierung infrage. Den Befund sehen Sie direkt mit uns am Monitor, weitere Verfahren lassen sich oft am selben Termin ergänzen.
Was Ultraschall nicht leisten kann
Ultraschall ist ein starkes Werkzeug, aber keines, das jede Frage beantwortet. Schall braucht Gewebe, durch das er hindurchlaufen kann — Luft und Knochen setzen ihm Grenzen. Liegt viel Flüssigkeit im Brustraum, lässt sich das Herz nur eingeschränkt beurteilen, und ein stark gasgefüllter Darm kann Organe dahinter verdecken. Das sagen wir Ihnen offen, statt einen Befund zu erzwingen. Deshalb kombinieren wir Ultraschall bei Bedarf mit digitalem Röntgen und einer Blutuntersuchung aus unserem eigenen Labor — mehr dazu auf unserer Seite Diagnostik & Labor.
Ultraschall für Tierhalter aus Braunschweig, Wolfenbüttel und Königslutter
Unsere Praxis liegt in Cremlingen, direkt an der A39-Abfahrt Cremlingen und nur wenige Fahrminuten von den östlichen Braunschweiger Stadtteilen wie Volkmarode, Hondelage oder Riddagshausen entfernt. Aus der Braunschweiger Innenstadt sind es rund 15 bis 20 Minuten, kostenfreie Parkplätze stehen direkt vor der Tür. Auch aus Wolfenbüttel und Königslutter am Elm kommen Tierhalter regelmäßig zu uns. Wie schnell Sie bei uns einen Termin bekommen, lesen Sie auf unserer Standortseite Ultraschall beim Tierarzt für Braunschweig. Einen Überblick über Anfahrt und alle Leistungen für Tierhalter aus Braunschweig finden Sie auf unserer Seite Tierarzt für Braunschweig.