Die Innere Medizin ist das Herzstück der täglichen tierärztlichen Arbeit. Sie umfasst alles, was sich im Inneren des Körpers abspielt — Herz und Kreislauf, Lunge, Niere, Leber, Magen-Darm-Trakt und hormonelle Drüsen wie Schilddrüse oder Bauchspeicheldrüse. Vieles davon zeigt sich erst spät, manchmal nur durch ein verändertes Trinkverhalten, weniger Energie oder einen schleichenden Gewichtsverlust. Diese Seite gibt Ihnen einen Überblick darüber, was internistische Medizin in unserer Praxis in Cremlingen bedeutet, von der ersten Abklärung über Ultraschall und Labor bis zur langfristigen Begleitung chronischer Krankheiten.

Chronische Erkrankungen verstehen

Häufige internistische Erkrankungen bei Hund und Katze

Viele chronische Krankheiten lassen sich heute gut behandeln, wenn sie früh erkannt werden. Hier ein kurzer Überblick über die Felder, die uns am häufigsten begegnen.

Diabetes mellitus bei Hund und Katze

Beim Diabetes mellitus kann der Körper den Blutzucker nicht mehr ausreichend regulieren. Typische Hinweise sind vermehrter Durst, häufigeres Wasserlassen und Gewichtsverlust trotz gutem Appetit. Mit der richtigen Insulineinstellung, regelmäßiger Kontrolle und einer angepassten Fütterung lässt sich Diabetes meist gut führen, viele Katzen können bei früher Diagnose sogar wieder ohne Insulin auskommen.

Schilddrüsen-Erkrankungen

Bei der Katze ist die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) im höheren Alter besonders häufig. Sie führt zu Unruhe, Gewichtsverlust und gesteigertem Appetit. Beim Hund ist es eher umgekehrt: Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) macht müde, schwerfällig und kann das Fell verändern. Beides ist über Blutwerte gut zu erkennen und mit Medikamenten zuverlässig behandelbar.

Nierenerkrankungen

Die chronische Niereninsuffizienz gehört zu den häufigsten Alterskrankheiten der Katze, kommt aber auch beim Hund vor. Die Nieren verlieren schleichend an Leistung, lange bevor das Tier deutlich krank wirkt. Frühe Hinweise sind verstärkter Durst, größere Urinmengen und ein langsamer Gewichtsverlust. Mit Diät, ausreichend Flüssigkeit und gezielten Medikamenten lässt sich der Verlauf oft über Jahre stabil halten.

Lebererkrankungen

Die Leber ist ein erstaunlich geduldiges Organ — sie zeigt Probleme erst spät. Veränderte Leberwerte im Blutbild, gelbliche Schleimhäute oder Erbrechen können erste Hinweise sein. Ursachen reichen von Medikamenten und Futter über Entzündungen bis zu hormonellen Erkrankungen. Eine gründliche Abklärung mit Blutbild und Ultraschall hilft, die richtige Behandlung zu finden.

Magen-Darm-Erkrankungen

Wiederkehrendes Erbrechen, chronischer Durchfall oder ein dauerhaft empfindlicher Bauch sollten nicht als „normal" abgetan werden. Hinter solchen Symptomen können Futterunverträglichkeiten, chronische Darmentzündungen oder andere internistische Erkrankungen stecken. Wir gehen den Ursachen gründlich nach und stimmen die weiteren Schritte ruhig mit Ihnen ab.

Diagnostik im eigenen Haus

Ultraschall und Labor als Schlüssel

In der Inneren Medizin entscheidet eine gute Diagnostik darüber, wie zielgerichtet wir behandeln können. Wir setzen dabei auf zwei Säulen, die wir vor Ort in Cremlingen anbieten.

Sonografie und Ultraschall

Der Ultraschall ist eines der wichtigsten Werkzeuge der Inneren Medizin. Schonend und ohne Strahlung erlaubt er einen direkten Blick auf Leber, Milz, Nieren, Blase, Herz und Verdauungstrakt. Veränderungen in Größe, Struktur oder Durchblutung der Organe lassen sich oft schon im ersten Termin einschätzen, und geben uns einen klaren Weg vor, wie wir weiter vorgehen.

Bluttests und eigenes Labor

Viele Blutwerte erhalten wir in unserer Praxis innerhalb weniger Minuten. So können wir bei akuten Beschwerden schnell entscheiden, ob etwas zeitkritisch ist, und bei chronisch kranken Tieren die Therapie engmaschig nachjustieren. Für umfangreichere Profile arbeiten wir zusätzlich mit einem externen Speziallabor zusammen. Eine ausführlichere Übersicht finden Sie auf unserer Seite Diagnostik & Labor.

Verlaufskontrolle und Medikamenten-Management

Chronische Erkrankungen sind selten mit einem einzigen Termin abgehandelt. Wir planen mit Ihnen die nötigen Kontrollen, passen Dosierungen an, klären Nebenwirkungen und bleiben über die Jahre Ansprechpartner. Gerade dieses ruhige Dranbleiben macht in der Inneren Medizin oft den größten Unterschied, für die Gesundheit Ihres Tieres und für Ihre eigene Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Inneren Medizin

Was umfasst die Innere Medizin beim Tierarzt?

Die Innere Medizin befasst sich mit Erkrankungen der inneren Organe, etwa Herz, Lunge, Niere, Leber, Magen-Darm-Trakt sowie hormonellen Drüsen wie Schilddrüse und Bauchspeicheldrüse. Dazu gehören Diagnostik, medikamentöse Behandlung und die langfristige Begleitung chronischer Krankheiten.

Woran erkenne ich eine internistische Erkrankung bei meinem Tier?

Häufige Hinweise sind vermehrter Durst, häufigeres Wasserlassen, Gewichtsverlust trotz gutem Appetit, Erbrechen, Durchfall, Mattigkeit oder ein stumpfes Fell. Diese Zeichen können viele Ursachen haben, eine Untersuchung mit Blutbild und Ultraschall hilft, sie einzuordnen.

Wie oft sollte ein chronisch krankes Tier zur Kontrolle?

Das hängt von der Erkrankung und dem aktuellen Befinden ab. Anfangs sind häufigere Kontrollen üblich, um die Therapie einzustellen. Ist die Krankheit stabil, reichen oft Termine alle drei bis sechs Monate, ergänzt durch Blutkontrollen.

Welche Untersuchungen sind in der Inneren Medizin typisch?

Neben der klinischen Untersuchung gehören Blutbild, Organwerte, Urinanalyse und Ultraschall des Bauchraums zu den wichtigsten Schritten. Je nach Fragestellung ergänzen wir mit EKG, Röntgen oder weiterführenden Tests.

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