Die Allgemeinmedizin ist das Herzstück unserer Praxis: Hier landet alles, was im Alltag eines Tierhalters Sorge bereitet, von der Katze, die seit gestern nicht frisst, bis zum Hund, der plötzlich lahmt. Anders als die geplante Vorsorge ist die Allgemeinsprechstunde die spontane Vorstellung wegen eines konkreten Beschwerdebildes. Sie ist meist der erste Schritt, bevor wir entscheiden, ob eine weiterführende Diagnostik oder eine Spezialsprechstunde nötig wird.

Wann zur Allgemeinsprechstunde?

Viele Halter zögern, weil sie unsicher sind, ob das, was sie beobachten, „schlimm genug" ist. Unsere Erfahrung: Lieber einmal zu früh kommen als einmal zu spät. Typische Anlässe für die Allgemeinsprechstunde sind:

  • Ihr Hund oder Ihre Katze frisst nicht mehr richtig oder verweigert das Futter
  • Erbrechen, Durchfall oder anhaltende Magen-Darm-Beschwerden
  • Lahmheit, Steifheit oder Bewegungsunlust
  • Hautveränderungen, Juckreiz oder Haarausfall
  • Augenausfluss, gerötete Augen oder Zukneifen eines Auges
  • Verhaltensänderungen — Rückzug, Unruhe, vermehrtes Schlafen
  • Schmerzanzeichen wie Hecheln in Ruhe, Berührungsempfindlichkeit oder Lautäußerungen

Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass „einfach etwas nicht stimmt", ist das ein guter Grund für einen Termin. Sie kennen Ihr Tier am besten, und genau diese Beobachtungen sind für uns wichtig.

So läuft die Sprechstunde ab

Damit Sie wissen, was Sie erwartet, hier ein Überblick über die typischen Schritte:

  1. Anamnese im Gespräch. Wir hören Ihnen zu: Seit wann besteht das Problem? Hat sich etwas im Alltag verändert — Futter, Haltung, Auslauf? Gibt es Vorerkrankungen oder Medikamente? Diese Informationen sind oft der wichtigste Baustein für die Diagnose.
  2. Klinische Untersuchung. Wir schauen Ihr Tier von Kopf bis Pfote an: Herz und Lunge abhören, Bauch und Lymphknoten tasten, Haut, Augen, Ohren und Maul kontrollieren, Bewegungsapparat prüfen. Bei Schmerzen gehen wir gezielt und schonend vor.
  3. Weiterführende Diagnostik bei Bedarf. Reicht die klinische Untersuchung nicht aus, ergänzen wir sie um Blut- oder Urinuntersuchung, Ultraschall, Röntgen oder EKG — meist direkt in der Praxis, sodass Sie nicht extra wiederkommen müssen.
  4. Therapieplanung im Dialog. Wir erklären Ihnen verständlich, was wir gefunden haben und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Sie entscheiden mit, welcher Weg für Ihr Tier — und für Sie als Halter — der passende ist.

Die meisten Anliegen lassen sich in der Allgemeinsprechstunde abschließend klären. Wenn nicht, planen wir mit Ihnen die nächsten Schritte.

Spezialsprechstunden, falls nötig

Manche Beschwerdebilder profitieren von einer vertiefenden Untersuchung in einer unserer Spezialsprechstunden. Sie müssen dafür nicht zwingend die Praxis wechseln, viele Bereiche decken wir selbst ab und können den Übergang nahtlos gestalten.

Akuter Notfall oder Allgemeinsprechstunde?

Die Allgemeinsprechstunde findet zu unseren regulären Sprechzeiten nach Terminvereinbarung statt. Bei einem akuten, lebensbedrohlichen Notfall, etwa starker Atemnot, Krampfanfällen, schweren Verletzungen oder Vergiftungsverdacht — zählt jede Minute. Hier sollten Sie sich nicht auf einen regulären Termin verlassen.

Akuter Notfall? Wenn es Ihrem Tier wirklich schlecht geht, rufen Sie uns bitte direkt unter 05306 / 5722841 an oder informieren Sie sich auf der Notdienst-Seite.

Zum Notdienst →

Allgemeinmedizin in Cremlingen und der Region

Unsere Praxis in Cremlingen ist gut erreichbar für Tierhalter aus Braunschweig, Königslutter am Elm, Wolfenbüttel und Wolfsburg. Für die Allgemeinsprechstunde nehmen wir uns genug Zeit, damit Sie Ihre Sorgen schildern können und Ihr Tier den Termin ruhig erlebt. Vereinbaren Sie gern telefonisch oder online einen Termin; bei plötzlichen Beschwerden bemühen wir uns um eine zeitnahe Vorstellung.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Allgemeinsprechstunde

Was ist der Unterschied zwischen Allgemeinsprechstunde und Vorsorge?

Die Vorsorge ist ein geplanter Termin, bei dem ein gesundes Tier durchgecheckt wird, inklusive Impfung und Parasitenschutz. Die Allgemeinsprechstunde ist die spontane Vorstellung, wenn Ihrem Tier konkret etwas fehlt: Erbrechen, Lahmheit, Hautveränderungen oder Ähnliches.

Wann sollte ich mit meinem Tier in die Sprechstunde kommen?

Immer dann, wenn Ihnen etwas auffällt, das länger als ein bis zwei Tage anhält oder das Sie beunruhigt: nachlassender Appetit, Verdauungsprobleme, Lahmheit, Hautveränderungen, Augenausfluss oder Verhaltensänderungen. Lieber einmal zu früh als zu spät.

Brauche ich für die Allgemeinsprechstunde einen Termin?

Ja, wir bitten um eine vorherige Terminvereinbarung, telefonisch oder online. So können wir uns Zeit für Ihr Tier nehmen und Wartezeiten kurz halten. Bei einem akuten Notfall melden Sie sich bitte direkt telefonisch.

Was passiert, wenn weiterführende Diagnostik nötig ist?

Reicht die klinische Untersuchung nicht aus, ergänzen wir sie um Blut- und Urinuntersuchung, Ultraschall, Röntgen oder EKG, meist direkt in der Praxis. In bestimmten Fällen verweisen wir an unsere Spezialsprechstunden für Kardiologie, Dermatologie, Zahnmedizin oder Chirurgie.

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