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Bei einer Krebserkrankung wachsen Zellen unkontrolliert. Warum das im Einzelfall geschieht, lässt sich meist nicht eindeutig sagen. In der Regel spielen mehrere Faktoren zusammen.
Wie Krebs entsteht
Im gesunden Körper unterliegt das Zellwachstum einer strengen Regulation. Zellen vermehren sich nur dann, wenn es nötig ist, und werden bei Bedarf abgebaut. Wird diese Steuerung gestört, kann sich eine Umfangsvermehrung bilden.
Mögliche Einflussfaktoren
An der Entstehung von Tumoren können verschiedene Faktoren beteiligt sein:
- das Alter, da das Risiko mit den Jahren zunimmt,
- eine erbliche Veranlagung, die manche Rassen häufiger betrifft,
- hormonelle Einflüsse,
- bestimmte Umwelteinflüsse,
- chronische Reizungen oder Entzündungen.
Im Einzelfall lässt sich die genaue Ursache meist nicht benennen.
Was das für die Vorsorge bedeutet
Auch wenn sich Krebs nicht vollständig vermeiden lässt, können einige Maßnahmen sinnvoll sein. Dazu gehören regelmäßige Gesundheitschecks, eine ausgewogene Ernährung, ein gesundes Körpergewicht und das frühzeitige Abklären von Veränderungen.
Früherkennung ist wichtig
Je früher eine Veränderung erkannt wird, desto mehr Behandlungsmöglichkeiten bestehen oft. Lassen Sie tastbare Knoten, schlecht heilende Wunden oder anhaltende Beschwerden daher zeitnah untersuchen, statt abzuwarten.
Beratung in der Praxis
Bei Fragen zur Vorsorge und Früherkennung beraten wir Sie gern. Gemeinsam überlegen wir, welche Kontrollen für Ihr Tier sinnvoll sind, und gehen dabei auf seine individuelle Lebenssituation ein.
Ausführliche Informationen zu diesem Thema
Als Auslöser von Tumorerkrankungen wird ein komplexes Zusammenspiel von sowohl genetischen Faktoren als auch Umwelteinflüssen in Form von z. B. Chemikalien, Strahlung oder Viren vermutet.
Bestimmte Chemikalien können die Bildung von Tumoren auch bei Tieren begünstigen. Bekannt für ihre krebsfördernde Wirkung sind Zigarettenrauch, Abgase sowie verschiedene Insektizide und Pestizide.
Katzen, die an Ohren, Augenlider und Nase weißes Fell und Haut haben, entwickeln dort beispielsweise sehr oft ein Plattenepithelkarzinom. Wiederholte Sonnenbrände und UV-Strahlung werden als Auslöser vermutet.
Zu den bekannten Viren, die Krebs auslösen, gehört das feline Leukosevirus (FeLV). Katzen mit einer FeLV-Infektion leiden oft an einem malignen Lymphom. (Lesen Sie hier mehr zu FeLV und Lymphom). Bei manchen Rassen kann eine genetisch bedingte erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Tumorarten festgestellt werden. Sehr große Hunderassen erkranken beispielsweise häufiger an einem Tumor des Knochengewebes als kleine Rassen.
Ein Hauptrisikofaktor für eine Krebserkrankung ist bei Tier wie Mensch das Alter. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung. Da Heimtiere aufgrund ihrer guten Versorgung immer älter werden, erkranken auch immer mehr Tiere.
Bei anhaltenden Beschwerden, Unsicherheiten oder einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens sollten Sie Ihr Tier in unserer Praxis vorstellen. Eine tierärztliche Untersuchung ersetzt dieser Ratgeber nicht.