Hinweis: Dieses Bild wurde mit Künstlicher Intelligenz erstellt.
In der Maulhöhle von Hund und Katze können Umfangsvermehrungen entstehen. Sie reichen von gutartigen Veränderungen bis zu bösartigen Tumoren. Da der Bereich schwer einsehbar ist, werden sie oft erst spät bemerkt.
Mögliche Anzeichen
- sichtbare Schwellungen oder Knoten im Maul,
- Mundgeruch,
- vermehrtes Speicheln, manchmal mit Blut,
- verändertes Fressverhalten oder Schmerzen beim Kauen,
- lockere Zähne oder eine Schwellung im Gesicht,
- Gewichtsverlust bei verminderter Nahrungsaufnahme.
Warum frühes Erkennen wichtig ist
Veränderungen in der Maulhöhle können das Fressen beeinträchtigen und für das Tier schmerzhaft sein. Je früher sie erkannt werden, desto mehr Behandlungsmöglichkeiten bestehen häufig.
Diagnostik
Wir untersuchen die Maulhöhle gründlich, häufig in Narkose, um den Bereich gut beurteilen zu können. Zur Abklärung gehören meist eine Gewebeprobe, Röntgenaufnahmen und je nach Befund weitere Untersuchungen. So lässt sich einschätzen, ob eine Veränderung gut- oder bösartig ist.
Behandlung
Die Behandlung hängt von der Art und Ausdehnung der Veränderung ab. Häufig steht die operative Entfernung im Vordergrund, gegebenenfalls ergänzt durch weitere Maßnahmen. Das Vorgehen wird individuell abgestimmt, wobei die Lebensqualität des Tieres im Mittelpunkt steht.
Selbst aufmerksam bleiben
Werfen Sie gelegentlich einen Blick in das Maul Ihres Tieres und lassen Sie die Maulhöhle bei Vorsorgeterminen mit beurteilen. So lassen sich Veränderungen frühzeitig erkennen.
Ausführliche Informationen zu diesem Thema
Zubildungen in der Maulhöhle müssen nicht immer bösartiger Natur sein.
Tumore in der Maulhöhle beim Tier können auch gutartige Prozesse darstellen - wie zum Beispiel Zahnfleischwucherungen durch nicht behandelte Entzündungen des Zahnhalteapparates oder auch Kauläsionen, die durch wiederholte Quetschungen der Maulschleimhaut entstehen. Wichtig ist schnelles Handeln um möglichst rasch zu einer Diagnose zu kommen.
6% der bösartigen Tumore des Hundes finden sich in der Maulhöhle. Am häufigsten kommen maligne Melanome, Plattenepithelkarzinome und Fibrosarkome vor. Leider werden sie oft spät entdeckt da die betroffenen Hunde nicht gleich Symptome zeigen. Erste Hinweise können Verweigerung von Kauartikeln, vermehrter - manchmal blutiger- Speichelfluss, einseitiges Kauen oder übler Maulgeruch sein. Regelmäßige Untersuchungen der Maulhöhle helfen, Veränderungen in einem frühen Stadium zu erkennen. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Bei Verdacht auf einen Tumor steht an erster Stelle eine Gewebeentnahme (Biopsie) um eine Diagnose zu stellen. Erst dann sind Aussagen über das biologische Verhaltens des Tumors möglich. Ein genaues Staging des Patienten wird meist mittels Untersuchung der regionären Lymphknoten, einer Blutuntersuchung und einer Computertomographie des Kopfes sowie der Lunge durchgeführt. Aus diesen Untersuchungen ergeben sich dann die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten.
Bei anhaltenden Beschwerden, Unsicherheiten oder einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens sollten Sie Ihr Tier in unserer Praxis vorstellen. Eine tierärztliche Untersuchung ersetzt dieser Ratgeber nicht.