Schilddrüsenunterfunktion beim Hund — KI-generiertes Symbolbild zum Ratgeber der Kleintierpraxis Cremlingen Hinweis: Dieses Bild wurde mit Künstlicher Intelligenz erstellt.

Eine Erkrankung der Schilddrüse hat auch beim Hund einen Einfluss auf den Stoffwechsel. Bei der Schilddrüsenunterfunktion verlangsamt sich der gesamte Stoffwechsel, führt u. a. zu Gewichtszunahme, Müdigkeit und Hautveränderungen.

  1. Allgemeine Beschreibung
  2. Diagnostik
  3. Therapie & Prognose

Allgemeine Beschreibung

Die Schilddrüse befindet sich rechts und links am Hals des Hundes und bildet Schilddrüsenhormone, die die Zellfunktion und somit den Stoffwechsel des Hundes beeinflussen. Die Unterproduktion von Schilddrüsenhormonen bezeichnet man als Hypothyreose und führt dazu, dass die Zellen zu langsam arbeiten. Die meisten Hunde haben eine Hypothyreose infolge einer chronischen Entzündung, die zu einem Schrumpfen des Organs führt. Selten können auch Tumore eine Schilddrüsenunterfunktion verursachen.

Die Unterproduktion an Schilddrüsenhormonen kann verschiedene Symptome verursachen, am häufigsten kommen Gewichtszunahme, Kälteintoleranz, Müdigkeit und Hautveränderungen vor. Selten sind Veränderungen des Fortpflanzungs- und Nervensystems.

Diagnostik

Da diese Erkrankung bei älteren Hunden häufig vorkommt, sollte in regelmäßigen Abständen als Teil der Vorsorgeuntersuchung das Schilddrüsenhormon T4 im Blut gemessen werden. Ist das Schilddrüsenhormon erniedrigt, wird Ihr Tierarzt mit Ihnen besprechen dass weitere Tests durchgeführt werden, um festzustellen ob diese Erniedrigung durch ein Problem der Schilddrüse oder eine andere Erkrankung oder ein Medikament verursacht wurde.

Therapie & Prognose

Die Therapie einer Hypothyreose wird durch die Gabe von Tabletten mit dem Wirkstoff Levothyroxin durchgeführt, die meist zweimal täglich lebenslang eingegeben werden müssen. Vier bis sechs Wochen nach Therapiebeginn müssen die Schilddrüsenhormone im Blut vier bis sechs Stunden nach Tabletteneingabe kontrolliert werden, um zu überprüfen ob Ihr Hund die passende Dosis an Levothyroxin bekommt. Ist Ihr Hund gut medikamentell eingestellt, werden zweimal jährlich die Schilddrüsenhormone im Blut gemessen.

Es kann einige Wochen bis Monate dauern, bis die Symptome vollständig verschwinden. In der Regel werden die Tiere nach ein bis zwei Wochen munterer und innerhalb von 8 Wochen wird ein Gewichtsverlust erkennbar. In einigen Fällen können die Hautveränderungen in den ersten Wochen nach Therapiebeginn schlimmer erscheinen, da das alte Fell ausfällt. Wenn ein Hund neurologische Probleme hatte dauert es normalerweise 8-12 Wochen bis sich eine Besserung einstellt. Bei richtiger Durchführung der Medikation und regelmäßigen Kontrollen verschwinden die Symptome der Schilddrüsenunterfunktion in der Regel vollständig.

Bei anhaltenden Beschwerden, Unsicherheiten oder einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens sollten Sie Ihr Tier in unserer Praxis vorstellen. Eine tierärztliche Untersuchung ersetzt dieser Ratgeber nicht.

Kurz erklärt

Häufige Fragen zu Schilddrüsenunterfunktion beim Hund

Wie wird die Diagnose gestellt?

Da diese Erkrankung bei älteren Hunden häufig vorkommt, sollte in regelmäßigen Abständen als Teil der Vorsorgeuntersuchung das Schilddrüsenhormon T4 im Blut gemessen werden. Ist das Schilddrüsenhormon erniedrigt, wird Ihr Tierarzt mit Ihnen besprechen dass weitere Tests durchgeführt werden, um festzustellen ob diese Erniedrigung durch ein Problem der Schilddrüse oder eine andere Erkrankung oder ein Medikament verursacht wurde.

Wie wird behandelt und was hilft?

Die Therapie einer Hypothyreose wird durch die Gabe von Tabletten mit dem Wirkstoff Levothyroxin durchgeführt, die meist zweimal täglich lebenslang eingegeben werden müssen. Vier bis sechs Wochen nach Therapiebeginn müssen die Schilddrüsenhormone im Blut vier bis sechs Stunden nach Tabletteneingabe kontrolliert werden, um zu überprüfen ob Ihr Hund die passende Dosis an Levothyroxin bekommt.

Wann sollte ich mit meinem Tier in die Praxis kommen?

Wenn Sie unsicher sind, Beschwerden länger anhalten oder sich der Zustand Ihres Tieres verschlechtert, sollten Sie Ihr Tier tierärztlich vorstellen. Im Zweifel beraten wir Sie gerne persönlich — vereinbaren Sie einfach einen Termin.

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Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Bei Beschwerden oder Unsicherheiten beraten wir Sie persönlich — vereinbaren Sie einfach einen Termin.

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