Pfotenentzündung beim Hund — KI-generiertes Symbolbild zum Ratgeber der Kleintierpraxis Cremlingen Hinweis: Dieses Bild wurde mit Künstlicher Intelligenz erstellt.

Eine Pfotenentzündung belastet den Hund im Alltag erheblich, denn auf den Pfoten lastet bei jedem Schritt das Körpergewicht. Hält eine Hautentzündung der Pfoten länger an, spricht man von einer chronischen Pododermatitis. Sie hat oft mehrere Ursachen zugleich, weshalb eine frühe und gründliche Abklärung wichtig ist.

Was eine Pododermatitis ist

Der Begriff Pododermatitis setzt sich aus den Wortteilen für Pfote und Hautentzündung zusammen. Hält eine solche Entzündung länger als etwa drei Monate an, gilt sie als chronisch.

Eine chronische Pfotenentzündung ist selten ein einfaches Problem. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen und halten die Entzündung in einem Kreislauf aufrecht. Genau deshalb ist es so wichtig, alle beteiligten Ursachen zu erkennen.

Wie sich eine Pfotenentzündung zeigt

Am Anfang steht oft eine Hautrötung, die leicht übersehen wird. Gut erkennbar ist sie an der unbehaarten Haut zwischen den Zehen, besonders von unten betrachtet. Häufig besteht Juckreiz, der sich durch übermäßiges Lecken und Knabbern an den Pfoten zeigt.

Im weiteren Verlauf können tiefere Hautschichten betroffen sein. Es kommt zu Schwellungen, Hautverfärbungen, kleinen Knoten, Fisteln oder Geschwüren. Da das schmerzhaft ist, lahmen manche Hunde, vor allem auf harten oder unebenen Böden.

Mögliche Ursachen

Die Auslöser einer Pododermatitis sind vielfältig:

  • Allergien,
  • Fremdkörper, die von außen in die Pfote eindringen,
  • orthopädische Probleme wie eine Arthrose, die zu Fehlbelastung führen,
  • Parasiten, etwa bestimmte Milben,
  • hormonelle Erkrankungen,
  • seltener Tumoren, Autoimmunerkrankungen oder Verhornungsstörungen.

Verschiedene Faktoren zusammen denken

Weil so viele Ursachen zusammenwirken können, betrachtet man die Pfotenentzündung wie ein Geflecht aus Faktoren. Man unterscheidet begünstigende Faktoren wie Übergewicht oder den Körperbau, primäre Ursachen wie eine Allergie, sekundäre Faktoren wie eine zusätzliche bakterielle Infektion und Faktoren, die ein Abheilen verhindern.

Begünstigende Faktoren lösen für sich allein noch keine Entzündung aus, erleichtern sie aber. Primäre Ursachen können von sich aus eine Pododermatitis hervorrufen. Sekundäre Probleme kommen dann oft hinzu und verschlimmern das Geschehen, sodass ein Teufelskreis entsteht.

Wie diagnostisch vorgegangen wird

Am Anfang stehen ein ausführliches Gespräch über die Vorgeschichte und eine gründliche klinische und dermatologische Untersuchung. Oft werden bereits beim ersten Termin oberflächliche Proben genommen, etwa ein Hautgeschabsel zur Suche nach Milben oder eine Probe zur Untersuchung auf Bakterien und Hefepilze.

Je nach Befund können weitere Schritte folgen, zum Beispiel eine Blutuntersuchung, eine Allergieabklärung, eine orthopädische Untersuchung mit Röntgen oder Gewebeproben. Welche Untersuchungen sinnvoll sind, richtet sich nach dem Einzelfall.

Behandlung

Die Behandlung muss an allen beteiligten Faktoren ansetzen. Entzündungshemmende Medikamente können kurzfristig helfen, die Entzündung zu dämpfen. Bei fortgeschrittenen, chronischen Gewebeveränderungen kann ein chirurgischer Eingriff nötig sein, etwa um verändertes Gewebe zu entfernen.

Entscheidend ist jedoch, dass die Grundursachen wie eine Allergie, Übergewicht oder eine Arthrose dauerhaft mitbehandelt werden. Nur dann ist eine erreichte Besserung von Dauer. Erfolg in der Dermatologie ist Teamarbeit zwischen Praxis und Tierhalter.

Früh handeln lohnt sich

Am besten lässt man es gar nicht erst zu chronischen Veränderungen kommen. Wer bei wiederkehrenden Pfotenproblemen früh handelt, kann seinem Hund viel ersparen. Wichtig ist Geduld, denn die Abklärung mehrerer Ursachen braucht Zeit.

Bei anhaltendem Lecken an den Pfoten, Rötung, Schwellung oder Lahmheit sollten Sie Ihren Hund in unserer Praxis vorstellen. Eine tierärztliche Untersuchung ersetzt dieser Ratgeber nicht.

Kurz erklärt

Häufige Fragen zu Pfotenentzündung beim Hund

Was eine Pododermatitis ist

Der Begriff Pododermatitis setzt sich aus den Wortteilen für Pfote und Hautentzündung zusammen. Hält eine solche Entzündung länger als etwa drei Monate an, gilt sie als chronisch.

Wie sich eine Pfotenentzündung zeigt

Am Anfang steht oft eine Hautrötung, die leicht übersehen wird. Gut erkennbar ist sie an der unbehaarten Haut zwischen den Zehen, besonders von unten betrachtet. Häufig besteht Juckreiz, der sich durch übermäßiges Lecken und Knabbern an den Pfoten zeigt.

Was sind die Ursachen?

Die Auslöser einer Pododermatitis sind vielfältig:

Verschiedene Faktoren zusammen denken

Weil so viele Ursachen zusammenwirken können, betrachtet man die Pfotenentzündung wie ein Geflecht aus Faktoren. Man unterscheidet begünstigende Faktoren wie Übergewicht oder den Körperbau, primäre Ursachen wie eine Allergie, sekundäre Faktoren wie eine zusätzliche bakterielle Infektion und Faktoren, die ein Abheilen verhindern.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Am Anfang stehen ein ausführliches Gespräch über die Vorgeschichte und eine gründliche klinische und dermatologische Untersuchung. Oft werden bereits beim ersten Termin oberflächliche Proben genommen, etwa ein Hautgeschabsel zur Suche nach Milben oder eine Probe zur Untersuchung auf Bakterien und Hefepilze.

Wann sollte ich mit meinem Tier in die Praxis kommen?

Wenn Sie unsicher sind, Beschwerden länger anhalten oder sich der Zustand Ihres Tieres verschlechtert, sollten Sie Ihr Tier tierärztlich vorstellen. Im Zweifel beraten wir Sie gerne persönlich — vereinbaren Sie einfach einen Termin.

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Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Bei Beschwerden oder Unsicherheiten beraten wir Sie persönlich — vereinbaren Sie einfach einen Termin.

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