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Im Welpenalter werden die Milchzähne durch das bleibende Gebiss ersetzt. Dieser Zahnwechsel verläuft bei den meisten Hunden unkompliziert. Gelegentlich kommt es jedoch zu Problemen, die beachtet werden sollten, damit das bleibende Gebiss gesund und in der richtigen Stellung wächst.
Wann der Zahnwechsel stattfindet
Der Zahnwechsel beginnt etwa im dritten bis vierten Lebensmonat und ist meist um den sechsten bis siebten Monat abgeschlossen. Die Milchzähne lockern sich nach und nach und fallen aus, während die bleibenden Zähne durchbrechen.
In dieser Zeit haben Welpen oft einen erhöhten Kaubedarf, da das Wechseln der Zähne das Zahnfleisch reizen kann. Es ist normal, gelegentlich einen ausgefallenen Milchzahn zu finden oder kleine Blutspuren am Spielzeug zu bemerken.
Mögliche Komplikationen
- persistierende Milchzähne, die nicht rechtzeitig ausfallen,
- dadurch zwei Zähne nebeneinander an derselben Stelle,
- Fehlstellungen einzelner Zähne,
- ein gereiztes oder entzündetes Zahnfleisch,
- seltener ein Fehlbiss, wenn die Zahnstellung gestört wird.
Persistierende Milchzähne
Bleiben Milchzähne stehen, während die bleibenden Zähne bereits durchbrechen, spricht man von persistierenden Milchzähnen. Sie stehen dann unmittelbar neben dem bleibenden Zahn.
Das kann die Zahnstellung beeinträchtigen, weil der bleibende Zahn nicht in seine richtige Position wachsen kann. Außerdem entstehen enge Nischen, in denen sich Speisereste sammeln. Solche Stellen begünstigen spätere Zahnprobleme. Besonders häufig sind die Fangzähne betroffen.
Was Sie zu Hause tun können
Kontrollieren Sie das Gebiss Ihres Welpen während des Zahnwechsels gelegentlich und gewöhnen Sie ihn behutsam daran, dass Sie ihm ins Maul schauen. So bemerken Sie doppelt stehende Zähne oder Fehlstellungen frühzeitig.
Bieten Sie geeignete, nicht zu harte Kauartikel an, die den erhöhten Kaubedarf stillen. Verzichten Sie auf sehr harte Gegenstände, an denen sich die jungen Zähne verletzen könnten.
Behandlung
Stehen Milchzähne im Weg oder zeigen sich Fehlstellungen, sollte dies tierärztlich beurteilt werden. Häufig genügt das rechtzeitige Entfernen eines persistierenden Milchzahns, um spätere Probleme zu vermeiden.
Je früher ein solcher Zahn entfernt wird, desto besser kann der bleibende Zahn noch in seine richtige Stellung wachsen. Ist der Zahnwechsel weit fortgeschritten, lässt sich eine Fehlstellung schwerer korrigieren.
Kontrolle bei der Vorsorge
Lassen Sie den Zahnwechsel bei den ohnehin anstehenden Vorsorge- und Impfterminen mit beurteilen. So lassen sich Komplikationen frühzeitig erkennen und behandeln, bevor sie zu dauerhaften Problemen führen.
Bei doppelt stehenden Zähnen, Fehlstellungen oder einem entzündeten Zahnfleisch sollten Sie Ihren Welpen in unserer Praxis vorstellen. Eine tierärztliche Untersuchung ersetzt dieser Ratgeber nicht.