Hinweis: Dieses Bild wurde mit Künstlicher Intelligenz erstellt.
Manche Katzen entwickeln eine ausgeprägte, oft schmerzhafte Entzündung der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches. Betroffene Tiere leiden im Alltag erheblich, vor allem beim Fressen.
Mögliche Anzeichen
- vermindertes Fressen oder Verweigern von hartem Futter,
- Schmerzäußerungen beim Kauen,
- vermehrtes Speicheln, manchmal mit Blutbeimengungen,
- Mundgeruch,
- vernachlässigte Fellpflege und Gewichtsverlust,
- Rückzug und verändertes Verhalten.
Mögliche Ursachen
Die Entstehung ist oft komplex. Eine überschießende Reaktion des Immunsystems, Zahnerkrankungen und Infektionen können beteiligt sein. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen. Eine genaue Abklärung ist wichtig, um die Behandlung anzupassen.
Warum die Beschwerden ernst zu nehmen sind
Eine schmerzhafte Maulentzündung kann die Nahrungsaufnahme stark beeinträchtigen. Frisst eine Katze zu wenig, verliert sie an Gewicht und Kraft. Auch die Lebensqualität leidet deutlich. Eine zeitnahe Behandlung ist daher wichtig.
Diagnose
Wir untersuchen die Maulhöhle gründlich. Häufig sind dafür eine genauere Beurteilung in Narkose, Röntgenaufnahmen der Zähne und Blutuntersuchungen sinnvoll. So lässt sich das Ausmaß der Entzündung einschätzen und nach beteiligten Faktoren suchen.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf, die Entzündung einzudämmen und Schmerzen zu lindern. Je nach Befund gehören eine gründliche Zahnsanierung und weitere Maßnahmen dazu. Viele Katzen erleben dadurch eine deutliche Besserung ihrer Lebensqualität. Die Therapie wird individuell abgestimmt und kann etwas Geduld erfordern.
Begleitung im Alltag
Während der Behandlung kann weiches Futter das Fressen erleichtern. Wir begleiten Sie und Ihre Katze einfühlsam und passen die Behandlung bei Bedarf an.
Betroffen Katzen haben starke Schmerzen
Symptome
Katzen, die unter dieser Erkrankung leiden, sind meistens durch die starken Schmerzen in ihrem Allgemeinbefinden stark eingeschränkt. Sie fressen wenig, speicheln vermehrt und putzen sich nicht. Insgesamt entsteht das Bild einer chronisch kranken Katze mit struppigem Fell, die still vor sich hin leidet. Die Ursache liegt - neben zahlreichen Viruserkrankungen (z.B.Herpes, Calici, FeLV, FiV) - vielfach an unentdeckten Zahnerkrankungen oder zurückgebliebenen Zahnwurzelresten.
Therapie
Die Therapie stellt in erster Linie eine umfangreiche Zahnsanierung dar - die aufgrund der hochgradigen entzündlichen Veränderungen der Schleimhäute hohe Anforderungen an den behandelnden Zahnarzt stellt. Eine Röntgenuntersuchung vor und nach der Zahnextraktion ist unbedingt erforderlich um das Verbleiben von Wurzelresten ausschließen zu können. Nur durch vollständige Extraktion aller erkrankten Zähne und manchmal sogar aller Backenzähne kann die Erkrankung unter Kontrolle gebracht werden. Alternative Ansätze - wie entzündungshemmende Medikamente oder Immunmodulatoren machen immer erst im Anschluss an eine Zahnsanierung Sinn. Aufgrund der Komplexität dieser Erkrankung sollten die betroffenen Patienten nur in die Hände von Spezialisten gelegt werden. Die Erfolgsquote bei fachgerechter Therapie ist dennoch gut. In zirka 80% der Fälle kommt es zur Abheilung durch die Zahnextraktionen. Ungefähr 13% brauchen zusätzlich medikamentelle Therapie und nur 7% zeigen wenig bis keine Verbesserung.
Bei anhaltenden Beschwerden, Unsicherheiten oder einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens sollten Sie Ihr Tier in unserer Praxis vorstellen. Eine tierärztliche Untersuchung ersetzt dieser Ratgeber nicht.