Arthritis bei Hund und Katze — Ratgeber der Kleintierpraxis Cremlingen Hinweis: Dieses Bild wurde mit Künstlicher Intelligenz erstellt.

Der Begriff Arthritis bezeichnet eine Entzündung eines oder mehrerer Gelenke. Anders als die Arthrose, bei der ein langsamer Verschleiß im Vordergrund steht, ist die Arthritis durch ein entzündliches Geschehen geprägt. Sie kann plötzlich auftreten oder über längere Zeit bestehen und betrifft sowohl Hunde als auch Katzen. Eine Gelenkentzündung verursacht meist Schmerzen und sollte tierärztlich abgeklärt werden, damit die Ursache gefunden und gezielt behandelt werden kann.

Was bei einer Arthritis geschieht

Bei einer Arthritis ist die Gelenkinnenhaut entzündet. Das Gelenk produziert vermehrt Flüssigkeit, schwillt an und wird warm und schmerzhaft. Die Beweglichkeit ist eingeschränkt, das Tier belastet die betroffene Gliedmaße ungern. Bleibt die Entzündung über längere Zeit bestehen, kann der Gelenkknorpel Schaden nehmen, sodass sich später eine Arthrose entwickelt. Eine frühzeitige Behandlung kann solche Folgeschäden begrenzen.

Mögliche Ursachen

Eine Arthritis kann sehr unterschiedliche Auslöser haben:

  • Verletzungen, Verstauchungen oder Überlastung eines Gelenks,
  • Infektionen, etwa wenn Erreger über eine Wunde oder den Blutweg ins Gelenk gelangen,
  • von Zecken übertragene Erkrankungen,
  • Fehlsteuerungen des Immunsystems, bei denen sich die Abwehr gegen körpereigene Gelenkstrukturen richtet,
  • als Begleiterscheinung einer bestehenden Arthrose.

Die genaue Ursache zu kennen, ist wichtig, weil sich danach die Behandlung richtet.

Symptome

Eine Arthritis zeigt sich häufig durch:

  • Lahmheit, die ein oder mehrere Beine betreffen kann,
  • geschwollene, warme und druckempfindliche Gelenke,
  • Steifheit, besonders nach Ruhephasen,
  • Bewegungsunlust und der Wunsch zu ruhen,
  • eine veränderte Körperhaltung oder einen vorsichtigen Gang,
  • bei entzündlichem Geschehen im ganzen Körper auch Fieber, Mattigkeit und Appetitlosigkeit.

Wenn mehrere Gelenke betroffen sind

Sind gleichzeitig mehrere Gelenke entzündet, wechselt die Lahmheit manchmal von Bein zu Bein. Solche Bilder können auf eine Infektion oder eine Fehlsteuerung des Immunsystems hindeuten und sollten gründlich untersucht werden, da sie eine andere Behandlung erfordern als eine einfache Verletzung.

Akut oder schleichend

Eine Arthritis kann sich ganz unterschiedlich zeigen. Manche Tiere lahmen von einem Tag auf den anderen deutlich, etwa nach einer Verletzung oder bei einer akuten Infektion. Andere entwickeln über Wochen eine zunehmende Steifheit, die leicht übersehen wird. Beide Verläufe verdienen Aufmerksamkeit. Notieren Sie sich, wann die Beschwerden begonnen haben und ob sie sich verändern. Diese Angaben helfen uns, das Geschehen besser einzuordnen.

Diagnose

Nach einer gründlichen Untersuchung der Gelenke können verschiedene Schritte folgen. Röntgenaufnahmen zeigen den Zustand der Knochen und Gelenke. Eine Untersuchung der Gelenkflüssigkeit kann wichtige Hinweise auf die Art der Entzündung geben. Blutuntersuchungen helfen, Infektionen oder andere Grunderkrankungen einzugrenzen. Welche Untersuchungen sinnvoll sind, hängt vom Einzelfall ab und wird gemeinsam mit Ihnen besprochen.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei einer Infektion ist es wichtig, den Erreger gezielt zu bekämpfen. Bei einer immunbedingten Arthritis steht die Beruhigung des überaktiven Immunsystems im Vordergrund. In allen Fällen geht es darum, die Entzündung zu dämpfen und Schmerzen zu lindern. Ruhe und Schonung unterstützen die Heilung in der akuten Phase. Die Behandlung wird individuell abgestimmt und tierärztlich begleitet.

Bei der Gabe von Medikamenten ist Geduld gefragt: Manche Mittel wirken erst nach einigen Tagen, andere müssen über einen längeren Zeitraum gegeben werden, damit die Entzündung dauerhaft zur Ruhe kommt. Setzen Sie Medikamente nicht eigenmächtig ab, auch wenn es dem Tier schon besser geht. Verschwindet die Lahmheit zu früh und wird die Behandlung abgebrochen, kann die Entzündung erneut aufflammen.

Verlaufskontrolle

Gerade bei immunbedingten oder durch Infektionen ausgelösten Formen sind Kontrolluntersuchungen wichtig. Sie zeigen, ob die Entzündung zurückgeht, ob die Medikamente vertragen werden und ob die Behandlung angepasst werden muss. So lässt sich die für Ihr Tier passende Begleitung Schritt für Schritt finden.

Den Alltag unterstützen

  • einen ruhigen, warmen und weichen Liegeplatz anbieten,
  • das Tier in der akuten Phase schonen und nicht zu Bewegung drängen,
  • verordnete Medikamente zuverlässig und vollständig geben,
  • auf das Allgemeinbefinden achten und Veränderungen notieren,
  • Kontrolltermine wahrnehmen, damit der Verlauf beurteilt werden kann.

Wann es eilig ist

Ein heißes, stark geschwollenes Gelenk in Verbindung mit Fieber, ausgeprägter Mattigkeit oder dem völligen Verweigern der Belastung sollte zeitnah tierärztlich beurteilt werden. Dahinter kann eine Infektion stecken, die rasch behandelt werden muss, um das Gelenk zu schützen. Auch wenn eine Lahmheit nach einer Verletzung nicht innerhalb weniger Tage besser wird, ist eine Vorstellung sinnvoll. Lieber einmal zu früh nachfragen als zu lange abwarten.

Vorbeugung

Nicht jede Arthritis lässt sich verhindern. Vorbeugen können Sie, indem Sie Wunden sauber halten und versorgen lassen, einen guten Zeckenschutz pflegen, Überlastungen vermeiden und Ihr Tier bei den ersten Anzeichen von Lahmheit oder Gelenkschwellung vorstellen. Je früher eine Entzündung erkannt wird, desto besser lässt sich bleibender Schaden am Gelenk vermeiden.

Wenn Ihr Tier lahmt, ein geschwollenes Gelenk hat oder matt wirkt, sollten Sie es in unserer Praxis vorstellen. Eine tierärztliche Untersuchung ersetzt dieser Ratgeber nicht.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema

Wenn die Gelenke schmerzen, hat das negative Auswirkungen auf den Alltag eines Tieres.

Eine Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung, verursacht durch eine Infektion oder immunologische Vorgänge im Körper. Bei Hunden und Katzen ist neben Lahmheit und Bewegungseinschränkungen oft auch eine erhöhte Temperatur und Mattigkeit zu beobachten. Bei bakteriellen Gelenksinfektionen sind die Gelenke warm, geschwollen und druckempfindlich.

Wenn Gelenksentzündungen die Folge von körpereigenen, immunologischen Vorgängen sind, sind sie vergleichbar mit rheumatoiden Polyarthritiden beim Menschen. Es bilden sich Immunkomplexe, die unter Freisetzung gelenkverändernder, lysosomaler Enzyme vom Immunsystem wieder abgebaut werden. Rheumafaktoren, die in der Humanmedizin zur Diagnose bestimmt werden, sind beim Hund als Diagnosekriterium nicht zuverlässig.

Bei anhaltenden Beschwerden, Unsicherheiten oder einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens sollten Sie Ihr Tier in unserer Praxis vorstellen. Eine tierärztliche Untersuchung ersetzt dieser Ratgeber nicht.

Kurz erklärt

Häufige Fragen zu Arthritis bei Hund und Katze

Was bei einer Arthritis geschieht

Bei einer Arthritis ist die Gelenkinnenhaut entzündet. Das Gelenk produziert vermehrt Flüssigkeit, schwillt an und wird warm und schmerzhaft. Die Beweglichkeit ist eingeschränkt, das Tier belastet die betroffene Gliedmaße ungern. Bleibt die Entzündung über längere Zeit bestehen, kann der Gelenkknorpel Schaden nehmen, sodass sich später eine Arthrose entwickelt. Eine frühzeitige Behandlung kann solche Folgeschäden begrenzen.

Was sind die Ursachen?

Eine Arthritis kann sehr unterschiedliche Auslöser haben:

Welche Symptome treten auf?

Eine Arthritis zeigt sich häufig durch:

Wenn mehrere Gelenke betroffen sind

Sind gleichzeitig mehrere Gelenke entzündet, wechselt die Lahmheit manchmal von Bein zu Bein. Solche Bilder können auf eine Infektion oder eine Fehlsteuerung des Immunsystems hindeuten und sollten gründlich untersucht werden, da sie eine andere Behandlung erfordern als eine einfache Verletzung.

Akut oder schleichend

Eine Arthritis kann sich ganz unterschiedlich zeigen. Manche Tiere lahmen von einem Tag auf den anderen deutlich, etwa nach einer Verletzung oder bei einer akuten Infektion. Andere entwickeln über Wochen eine zunehmende Steifheit, die leicht übersehen wird. Beide Verläufe verdienen Aufmerksamkeit. Notieren Sie sich, wann die Beschwerden begonnen haben und ob sie sich verändern. Diese Angaben helfen uns, das Geschehen besser einzuordnen.

Wann sollte ich mit meinem Tier in die Praxis kommen?

Wenn Sie unsicher sind, Beschwerden länger anhalten oder sich der Zustand Ihres Tieres verschlechtert, sollten Sie Ihr Tier tierärztlich vorstellen. Im Zweifel beraten wir Sie gerne persönlich — vereinbaren Sie einfach einen Termin.

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Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Bei Beschwerden oder Unsicherheiten beraten wir Sie persönlich — vereinbaren Sie einfach einen Termin.

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